Mit “Hammond-Sensationen” hat es Ende der fünfziger Jahre begonnen, als der Pianist, Akkordeonist und Arrangeur seine erste Schallplatte in Stereo aufnahm.
Der Sohn eines Polizeioberinspektors wurde im Jahre 1931 in Chemnitz geboren. Er war sieben Jahre alt, als er sein erstes Klavier bekam und nur wenige Jahre Klavierunterricht reichten aus, um die nötigen Grundbegriffe zu erlernen. “Von meinen Eltern habe ich die Musikalität nicht geerbt - und ein Konservatorium habe ich auch nie besucht”, antwortet Klaus zurückblickend auf die Frage nach der Wurzel seines Talents. Den Weg zur Musik habe er gefunden, weil er als Kind “immer ein bißchen schwächlich und daher ein Einzelgänger” war. Damals verlegte das Ensemble des durch die Bomben des zweiten Weltkrieges teilweise zerstörten städtischen Theaters seine Proben in den Gymnastikraum des Realgymnasiums. “Da stieß man dann auf mich - ‘da ist einer in der 5. Klasse, der ganz gut Klavier spielt’ - und so kam es, daß ich bereits mit 16 Jahren Korrepetitor wurde.” Doch die ‘leichte Muse’ zog ihn stärker in ihren Bann als das klassische Schwergewicht. Er arrangierte und komponierte für Tanzkapellen und ging 1951 mit einer Band nach Westdeutschland. “Bevor ich zur Orgel kam, war ich Pianist und Akkordeonist. Ich spielte in einem Bartrio. Ein großes Ärgernis waren damals immer die wenig gepflegten und verstimmten Klaviere. Als nun 1955 die ersten Hammondorgeln auf den Markt kamen, hatte unser Bandleader - der Gittarist - die Idee, solch eine Orgel zu mieten (zu kaufen war damals unmöglich, 8.500,- DM war ein utopischer Preis!) und als Bartrio ‘mit neuem Sound’ aufzutreten. - So kam ich ‘unfreiwilliger Weise’ zur Orgel. - Ich persönlich war eigentlich gar nicht so begeistert davon. Ich stand mehr auf Jazz. Aber schließlich war es in den meisten Fällen besser, auf einer primitiven Hammondorgel zu spielen als auf einem verstimmten Klavier.” Und doch hatte es bei Klaus Wunderlich gefunkt: “Die Orgel ist mein Leben”, wurde zu seinem Leitsatz.

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